Projekt 'Angepasste Körper'


Konzepzion:

 

„Nicht der Mensch passt sich die Natur an – der Mensch wird der Natur angepasst!“

 

Beim Projekt ‚Angepasste Körper‘ handelt es sich um eine Synthese aus Bodypainting und Fotografie.

Akt-Fotomodelle werden mit Bodypainting dem jeweiligen Bildhintergrund angeglichen, so dass der nackte Mensch in den Bildhintergund integriert wird und nicht mehr sofort als Akt wahrgenommen wird.

 

Der Mensch soll sich nicht so wichtig nehmen.

Die Natur funktioniert auch ohne den Menschen – aber er ist auch ein Teil der Natur.

Die Akte dienen nicht der Befriedigung des Voyeurismus, sondern gliedern sich unauffällig in den bildlichen Kontext ein, sind ein Bestandteil eines Arrangements aus Licht und Farben, das die Schönheit der Fotolocation wiedergibt und den Menschen dabei mitnimmt.

Das Modell selbst bleibt oft anonym, austauschbar.

Die Spur des Menschen ist in der Natur unübersehbar. Fast alle meine Bilder entstehen in Kulturlandschaften, vom Menschen unberührte Natur kann man kaum finden. Darum ist das Abbild des Menschen auch wichtig im Foto.

 

Warum nackte Menschen?

Der ‚natürliche‘ Mensch ist nackt. Wir werden alle nackt geboren.

Daher ist es für mich folgerichtig, auch den ‚angepassten‘ Menschen nackt abzubilden – aber eben nicht vordergründig und blickheischend, sondern im Bildhintergrund ‚angepasst‘, zumindest optisch.

Als Modelle kommen Menschen infrage. Ich schränke hier bewusst nicht ein. Auf meinen Bildern sind 'normale' Menschen zu sehen, es sind keine 'Topmodels'! Jeder Mensch hat seinen Platz in der Natur - also auch seinen Platz in meinen 'angepasste Körper'-Bildern. 

 

In der technische Konzepzion sehe ich nur wasserbasierte, dermatologisch getestete, lösemittelfreie, ungiftige Farben vor. Diese werden mit Schwamm und Pinsel auf das Modell aufgebracht, um auf Airbrush, und damit verbunden auf Kompressor und Stromerzeuger, verzichten zu können.

Ich arbeite auch, soweit möglich, nicht mit künstlicher Ausleuchtung, sondern nur mit dem natürlich vorhandenen Licht der Location und versuche, die Lichtstimmung des Orts einzufangen.

So kann die mitzunehmende Ausrüstung auf ein Minimum reduziert werden.

Auch die Fotolocation selbst wird nicht ‚um des schönsten Bildes wegen‘ verändert. Lediglich Totholz wird nötigenfalls an die Seite geräumt, wenn es das Modell verdecken würde. Ein Eingriff in die lebendige Flora und Fauna wird möglichst gering gehalten.

 

Gerade bei der Synthese aus Airbrush/Bodypaiting und Fotografie kommt unsere Zusammenarbeit voll zur Geltung:

Die Bildkonzeption, die Suche und Auswahl der Locations, die Logistik und die Umsetzung in Bilder sind mein Job, die Körperbemalungen entstehen größtenteils durch die Malerin, meine Frau, Carmen Best.


Ein solches Projekt ist nur möglich mit Genehmigungen zum Fotografieren der Eigentümer und Genehmigungen der Ordnungsämter und der Förster, die Locations auch Anfahren zu dürfen. Sie alle waren sehr kooperativ.

 

Hier möchte ich jetzt all diesen netten Mitarbeitern der Ordnungsämter, den Ortsvorstehern den Revierförstern und den Landwirten, die ich fragte, sagen:

"Danke für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe bei der Realisierung meines Projekts - und für die Tipps für fotogene Locations."